Filmvorführung Caligari FilmBühne: „Zeppelin oben rechts“
Im temporären Atelier des Palast Hotels Wiesbaden arbeiten seit Anfang Mai Kunstschaffende in Tandems zusammen. Fünf neue Tandems nehmen bei Touched by Art den künstlerischen Austausch auf.
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Am Mittwoch, den 13. Mai ist es so weit: Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Zeppelin oben rechts“ wird in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden gezeigt. Die 2024 entstandene Langdokumentation von Filmemacher Olli Duerr begleitet sieben Kunschschaffende mit Behinderung, die im Atelier23 bei Gießen ihre Talente entfalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Kreativität, Persönlichkeit und die besondere Kraft von Kunst und Begegnung.
Über drei Jahre hinweg entstand ein Film, der weit über eine klassische Dokumentation hinausgeht. Olli Duerr beschreibt das Projekt als zutiefst persönliche Erfahrung: „Die Zeit, die ich im Atelier23 mit den Künstlern verbringen durfte, war sehr intensiv und vermittelte mir oft das Gefühl, eher der achte Künstler dort zu sein als lediglich der Filmemacher mit einer Kamera auf der Schulter.“ Während der Dreharbeiten seien enge Freundschaften entstanden — eine Nähe, die sich auch auf das Publikum überträgt. „Am Ende des Films wird man das Gefühl nicht los, sieben einzigartige Freunde gewonnen zu haben“, so Duerr.
„Zeppelin oben rechts“ wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet und war Eröffnungsfilm der 58. Internationalen Hofer Filmtage. Die Entscheidung, mit einem Dokumentarfilm zu eröffnen, bezeichnete die Frankenpost als „mutig, aber lohnend“ und schrieb weiter: „‚Zeppelin oben rechts‘ hallt nach, inspiriert, verdient diese Bühne.“ Auch Kritiker*innen lobten die besondere Nähe und Authentizität des Films. So beschreibt das Magazin „a visual zine“ die Produktion als „unglaublich faszinierenden, berührenden, persönlichen Dokumentarfilm voller Details, Geschichten und Charaktere“, während tvo.de hervorhebt, dass der Film „einen sehr persönlichen Einblick in die individuellen Herausforderungen der Künstler ermöglicht, ohne den Fokus von dem wichtigsten Aspekt abzulenken: der Kunst und den Menschen dahinter.“
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Q&A statt. Gemeinsam mit Filmemacher Olli Duerr sprechen unter anderem Wiesbadens Inklusionsbeauftragte Andrea Hausy, Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Andreas Winkel, Beauftragter des Landes Hessen für Menschen mit Behinderung, über die Entstehung des Films, Inklusion und die Bedeutung kreativer Räume wie des Atelier23. Parallel arbeitet Olli Duerr bereits an einem weiteren dokumentarischen Projekt über „Touched by Art“, das die Themen Kreativität, Begegnung und Inklusion filmisch fortführt.
