Vorläufiger Höhepunkt Mit Preview und Versteigerung vorläufigen Höhepunkt erreicht

Mit einer Preview mit zahlreichen Gästen am Mittwoch, 24. Juni, und einer öffentlichen Kunstversteigerung am Donnerstag, 25. Juni, im Museum Reinhard Ernst (mre) hat das inklusive Kunstprojekt „Touched-by-Art – Kunst berührt inklusiv“ einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Alle Kunstwerke fanden bei der Auktion neue Besitzerinnen und Besitzer. Der Erlös von rund 100.000 Euro fließt vollständig in die Weiterführung des gemeinnützigen Projekts ein.

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„Touched-by-Art“ brachte Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Beeinträchtigung in Wiesbaden zusammen. Entstanden sind Werke, die zeigen, welchen Beitrag Kunst zu einer inklusiven Stadtgesellschaft und zur kulturelle Teilhabe leisten kann.

Bei der Preview kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. In einem Podiumsgespräch berichteten Künstlerinnen und Künstler, Projektverantwortliche und Unterstützende von ihren Erfahrungen. 

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Schirmherr des Projekts sagte: „Wiesbaden ist eine Stadt für alle. Das inklusive Kunstprojekt ‚Touched-by-Art‘ zeigt, wie Begegnung auf Augenhöhe geschehen kann. Dieses Herzensprojekt hat Vorbildcharakter und zeigt, wie Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werden kann.“

Gastgeber Reinhard Ernst hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Inklusion sollte so selbstverständlich sein, dass wir dafür keine Projekte mehr brauchen. Noch ist es nicht so weit – deshalb braucht es ‚Touched-by-Art‘. Bei den entstandenen Werken ist weder sichtbar noch relevant, ob sie von einem Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung geschaffen wurden.“

Die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, bezeichnete das Projekt als gelungenes Beispiel für kulturelle Teilhabe: „‚Touched-by-Art‘ zeigt eindrucksvoll, wie das Menschenrecht auf kulturelle Teilhabe verwirklicht werden kann.“

Die persönlichen Schilderungen der beteiligten Tandems gaben Einblicke in das gemeinsame künstlerische Arbeiten, neue Perspektiven und gewachsene Freundschaften. Thomas Martin, Künstler der Werkgemeinschaft Wiesbaden, sprach auf der Bühne davon, wie das Projekt ihm Mut und Zuversicht gegeben hat. Der Bildhauer Thomas Reifferscheid sagte: „Kunst ist immer gut, wenn sie aus dem Herzen betrachtet wird. Und noch besser, wenn sie aus dem Herzen heraus entsteht.“

Die öffentliche Versteigerung wurde am Donnerstag, 25. Juni, von Prof. Dr. Dirk Boll, Deutschland-Chef von Christie’s, geleitet. Das große Interesse und der vollständige Verkauf aller Werke unterstrichen aus Sicht der Beteiligten die künstlerische Qualität und die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. Insgesamt belaufen sich die Einnahmen des inklusiven Kunstprojektes auf rund 100.000 Euro. „Unser Ziel war es, alle im April und Mai entstandenen Kunstwerke erfolgreich unter den Hammer zu bringen“, zieht Kuratorin Christine Rother noch am Abend Bilanz. „Das ist uns zur Freude aller auch gelungen.“

Auch wenn die beiden Abende wie ein Finale wirkten, spricht das Projektteam von einem Etappenerfolg. Es sei ein Netzwerk entstanden, aus dem heraus „Touched-by-Art“ in vielfältiger Form fortgeschrieben werden kann.

Alle im Projekt entstandenen Kunstwerke sind von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 30. August, in einer öffentlichen Ausstellung im Kunstverein Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, zu sehen. Die Vernissage findet am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr statt.

Für Fragen steht Andrea Hausy, Kommunale Inklusionsbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden, per E-Mail unter inklusionsbeauftragtewiesbadende oder telefonisch unter (0611) 315896 zur Verfügung.